Hugo Hartmann Biografie

Posted by: Stefan Hartmann   

Biografie von Hugo Hartmann , dem Westpreußenlied Komponisten

Mein  Altvater-Ahne, also mein Ur-Urgrossvater
Joh. Christian Hartmann, der 1817 in Hundeshagen im Eichsfeld geboren wurde,
Wander-Musikant war und später Kapellmeister und Gastwirtschaftsbesitzer,
siehe

http://www.harti.com/ahnen/per00019.htm

hat 1851 in Christburg, Kreis Stuhm , Westpreußen geheiratet und sich dort
niedergelassen.

Später besaß er in Portschweiten, Kreis Stuhm ein Grundstück und eine Gastwirtschaft.

Da er Wandermusikant war und eigentlich aus Hundeshagen, Eichsfeld (heutiges Thüringen) kam, hat
er wohl seine Frau auf der musikalischen Wanderschaft  in Christburg kennengelernt.

Aus seiner dortigen Ehe mit Julianna Julie Kobielski, verh. Hartmann,
http://www.harti.com/ahnen/per00032.htm
sind 6 Kinder hervorgegangen.

Einer der Söhne war Hugo Hartmann, mein
Urgrossonkel.

Er hat 1902 das Westpreußenlied in Marienburg, Westpreußen  komponiert,

als er dort als Lehrer an der katholischen Schule gearbeitet hat .

Das Westpreußenlied wird heute immer noch von den Vertriebenenverbänden gesungen.

Hugo Hartmann, siehe:

http://www.harti.com/ahnen/per00149.htm

wurde am 12.03.1862 in Portschweiten, Kreis Stuhm geboren.

Zuerst war er 1885 in Stegers, Kreis Schlochau,  in der Lehrerausbildung und
ging dann später um 1895 herum nach Marienburg.

Dort war er katholischer Organist und Musiklehrer an der katholischen
Gemeindeschule in Marienburg, er selbst war auch katholisch.

Er hat in der St. Johanniskirche (neben der Marienburg) als angestellter Organist Orgel gespielt

und leitete dort den Kirchen- und Schulchor.

Seine Frau hiess Maria oder Marie Hartmann, geb. Panske.

Sie haben bis zum Tode von Hugo in Marienburg in der Rittergasse 6 gewohnt.
(Gegenüber der St. Johanniskirche ! Wahrscheinlich eine Kirchenwohnung  )

Hugo ist am 19.06.1907 an einer Lungenkrankheit gestorben.

Er wurde auf dem katholischen Friedhof „Grosse Geistlichkeit“ in Marienburg bestattet.

Dieser Friedhof wurde schon in den 1920er Jahren wegen Bauarbeiten an der Eisenbahnstrecke umgesetzt
und dabei wurde das Grab dann nicht mehr mit umgebettet.

Hier ein Bild, wo früher der Friedhof Grosse Geistlichkeit lag:

Er hatte auf alle Fälle einen Sohn namens Bruno Hartmann, der 1898 geboren wurde.

Hugo hat das Westpreussen-Lied 1902 komponiert zusammen mit dem Texter Paul Felske, um ca. 1920 widmete Ihnen der Bürgermeister
Pawelcik von Marienburg das Hartmann-Felske Denkmal
( 2 Findlinge mit den eingravierten Anfangsnoten des Westpreussenliedes) im
Stadtgarten von Marienburg zur Ehre fuer das Westpreussennlied.

Diese Fotos sind hier zu sehen:

Hier ist ein Bild, wo sich das Denkmal befunden hat auf einer
heutigen Karte:

In einem alten Liederbuch findet man folgenden Text über das Westpreussenlied:
„Das 1901 von Paul Felske, LEHRER IN MARIENBURG,
gedichtete und im folgenden Jahr (1902) vom DORTIGEN
ORGANISTEN  HUGO HARTMANN  vertonte Lied wurde
im Abstimmungskampf des Jahres 1920 (als man dem Reich
Teile von Westpreußen raubte) zur Volkshymne.“

Ausserdem gibt es alte Liederbücher, eine Klavierschule, eine Violinschule
und Notenbuch-Bearbeitungen von Volksliedern, Klavierstücken und andere Sachen von Hugo Hartmann.

Er muss in seinen letzten Jahren in Marienburg sehr fleissig gewesen sein.

Die gescannten Frontseiten dieser Bücher kann man unter
http://www.harti.com/hugo_hartmann
einsehen.

Titel dieser Bücher sind z.B.

Volkslieder / Liederbücher mit Noten. Hartmann, Hugo: 248 Volks- Kommers- und Wandervogellieder für Violine oder Mandoline von Hugo Hartmann. Leipzig o.J., Teich. 62 Seiten, 4° Broschur. ( Zustand: leichte Gebrauchsspuren). K.: Neue revidierte und vermehrte Auflage.

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Volkslieder / Liederbücher mit Noten. Hartmann, Hugo: 266 Volks-, Kommers- und Wandervogellieder für Klavier von Hugo Hartmann. Leipzig o.J., Teich. 108 Seiten, 4° Originalkarton.

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Hartmann, Hugo. 266 Volks-, Trink- u. Wanderlieder für Klavier. Alle Lieder mit überlegtem deutschen Text. Darmstadt, Teich (um 1965). 4°. 109 Seiten. Farbig illustrierter Originalkarton. [Umschlagillustrator Willy Herzig]. – Sehr gut erhaltenes, neuwertiges Exemplar.

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Donizetti. Lucretia-Borgia. Ouverture zur Oper. Für Klavier zu 2 Händen (Hugo Hartmann). Berlin, Kunz, um 1910. Gr.-4°. 5 Seiten. Lith. Einzelausgabe. – Wohlerhalten.  –
[SW: Einzelausgabe(n), 0034 Klavier zu 2 Händen; 19. Jahrhundert; Musik; Musikdruck/Noten]

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Kreutzer, Konradin. Schäfers Sonntagslied (Das ist der Tag des Herrn). Für Klavier zu 2 Händen (Hugo Hartmann). Berlin, Kunz, um 1910. 4°. 3 Seiten. Illustrierte Einzelausgabe. (Wenige Einrisse). – Gut erhalten.  –
[SW: Einzelausgabe(n), 0034 Klavier zu 2 Händen; 0048 Illustrierter Musikdruck; 19. Jahrhundert; Musik; Musikdruck/Noten]

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Weber, Carl Maria von. Aufforderung zum Tanz. Walzer. Ausgabe für Klavier zu 4 Händen. Arrangiert von Hugo Hartmann. Berlin, Kunz [VN A.K.V.B. 4332-35] (um 1912). 4°. 15 Seiten. Illustrierte Einzelausgabe. (Deckel am Rücken verklebt und mit Randeinrissen und fleckig. Innen fingerfleckig). – Trotz Alters- und Gebrauchsspuren durchaus praxistauglich.
[SW: Einzelausgabe(n), 0035 Klavier zu 4 Händen; 19. Jahrhundert; Musik; Musikdruck/Noten]

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Hartmann, Hugo. 266 Volks-, Trink- und Wanderlieder. Ausgabe für Klavier. Klavarskribo: Diagramm-Notentext (= eine Art Tabulatursystem für Klavier). Mit beigefügtem Text. Holland, Klavarskribo Slikkerveer 1962. 4°. 180 Seiten. Farbig illustrierter Originalkarton. – Wohlerhalten und frisch.
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Orgelklänge  : 135 Orgelstücke in allen gebräuchlichen modernen Tonarten  / hrsg. von Hugo Hartmann . – 7. Aufl. . – Augsburg  : Böhm , [ca. 1960] . – 62 S.

Ich hoffe, ich finde noch Hugo Hartmanns Familie, also den Sohn und eventuell dessen Kinder.
Vielen Dank.

Gruss, Stefan Hartmann

Quellen:
Gertrud Stendal Die Heimathymnen der preuß. Provinzen und ihrer Landschaften, Heidelberg 1919,
S.178-180

Bernhard Pawelcik: Fünfzig Jahre Westpreußenlied, in der Westpreuße, Jg. 2, 1950, Nr. 10.S.10,

W.G. Der Dichter unseres Heimatliedes, in der Westpreuße,Jg. 3, 1951, Nr.9 , S.9

Harry D. Schurdel: Westpreußen mein lieb Heimatland. Ein Beitrag zur Geschichte des Westpreußenliedes in
der Westpreuße, Jg. 44, 1992, Nr. 11 S.12

Hugo Rasmus: Vom Volksliedgut in Westpreußen.. Eine historsiche übersicht ( Quellen u. Darstellungen zur Geschichte Westpreußens,
29) Münster 1997, Register ( Bild S. 62) und S.178

Fritz Naunheim: Das Schullehrerseminar in Marienburg in Westpreußen, 1812-1923.
Die Zeit von 1855-1865 , in APG, N. F.Bd. 23, Jg. 41, 1993, S.302

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Bei Gelegenheit werde ich auch noch den Rest über Hugo Hartmann zusammenschreiben,
was ich alles noch habe z.B. private Erinnerungen von einem Schüler von Hugo Hartmann,
dem Willy Kempner, der bei Hugo Hartmann im Schulchor gesungen hat….,etc…
und das bei der Marienburger Zeitung als Artikel versuchen zu veröffentlichen.

Viele Grüsse aus Berlin.
Stefan Hartmann.
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Dipl. Ing. Stefan Hartmann
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